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„Alles scheiße!“ – „UND?“ – „Und das liebe ich“

alles scheiße, und das liebe ich-Spiel

Heute stelle ich euch eine Möglichkeit vor, wie ihr eurem Ärger Luft machen könnt, ohne in negativen Gedanken und Gefühlen zu versinken (und gibt auch einen Eindruck, was wir im Yangsheng bzw. Kommunikationsworkshop unter Anderem machen) . Vielleicht kennst du ja diese Tage, an denen bereits beim Aufstehen alles scheiße ist und es munter so weiter geht. Hier ein kurzes Beispiel:

Mitten in der Tiefschlafphase klingelt dein Wecker. Du denkst dir nur „Nein!!!“ und stellst diesen 10min weiter. Doch auch das bringt nichts, also stehst du genervt auf. Während du Richtung Bad gehst stolperst du über am Boden verteilte Dinge (vielleicht Spielsachen deiner Kinder) und stoßt dir den Zeh: „Au!“ – Dieser Tag fängt ja schon „gut“ an. In der Arbeit angekommen lässt dein Chef seine schlechte Laune ebenfalls an dir aus. Mittags bist du bereits so genervt, dass du deinen Vorsatz nichts Süßes mehr zu essen über Bord wirfst -> Nun bist du auch noch sauer auf dich selbst: „toll“…. Nichts scheint zu funktionieren und dieser Tag ist einfach alles scheiße!

Zuhause angekommen möchtest du dich einfach nur „auskotzen“. Doch nun gibt es meist zwei Möglichkeiten, wie dein Gegenüber reagiert:

  • Option 1 (meist bevorzugt von Männern;) ): lösungsorientiert und zielgerichtet erhältst du Ratschläge und Belehrungen, die du selber auch kennst und weißt und dich nur noch mehr nerven.
  • Option 2 (meist bevorzugt von Frauen 😉 ): du wirst überschüttet mit Verständnis und erfährst auch gleich, dass dein Gegenüber auch einen furchtbaren Tag hatte. Gemeinsam ärgert ihr euch nun Beide. Die Negativschleife geht solange weiter bis ihr nur noch voller Wut seid.

 

Hier soll erwähnt sein: Dem Ärger Luft zu machen und diese Gefühle nicht zu unterdrücken ist generell eine wichtige und sinnvolle Sache. Wichtig dabei ist es lediglich, dass man diese danach auch wieder loslassen kann und wieder positiv nach vorne blickt.

Es geht aber auch anders! Versuch doch mal das „Und? – und das liebe ich!“-Spiel mit deinem Gegenüber. Dabei hast du die Möglichkeit dir alles von der Seele zu reden, zu fluchen und deinem Ärger Luft zu machen. Gleichzeitig wirst du aber sanft und humorvoll wieder ins positive Denken und Fühlen gelenkt – und das von dir selbst 🙂.

Wie funktioniert das „Und? – Und das liebe ich!“-Spiel

Das Spiel besteht nur aus wenigen Grundregeln. Alles was du dafür benötigst ist etwas Mut und den Willen, vielleicht auch über deinen schlechten Tag Lachen zu können.

Das Vorgehen im Detail, wenn alles scheiße ist

  • Erkläre deinem Gegenüber, dass heute „alles scheiße ist“ und die Regeln des „Spiels“. Auch, dass du nur kurz wütend sein möchtest und jemand zum „anjammern“ benötigst. Stell auch klar, dass du Option 1 und 2 gerade nicht benötigst 😉
  • Setzt euch Gegenüber.
  • Aufgaben deines Gegenübers: aktiv zuhören und dich bei jeder negativen Aussage lediglich mit einem „Und?“ zu bremsen
  • Deine Aufgabe: du darfst nun munter losschimpfen und alles loslassen, was dich ärgert. Jedoch antwortest du immer, wenn du das „und?“ deines Gegenübers hörst, mit einem „Und das liebe ich!“. Danach darfst du weiterschimpfen.
  • Spielt solange weiter, bis du dich besser fühlst 🙂

Das klingt einfach und ist es zum Glück auch. Einzig ist zu beachten, dass die Regeln auf Beiden Seiten eingehalten werden. Du darfst also das „Und“ nicht ignorieren. Dein Gegenüber darf nur mit einem „Und“ unterbrechen und nichts antworten oder kommentieren.

„Positive Nebenwirkungen“ des Spiels

Glaub mir nichts und wag den Selbstversuch :)! Dabei wirst du wahrscheinlich folgende positives Nebenwirkungen feststellen:

  • Du musst nichts runterschlucken und kannst deinen Gefühlen Raum geben – das macht frei!
  • Es ist verdammt schwer in negativen Gedanken und Gefühlen zu bleiben, wenn man den Satz „Und das liebe ich anhängt“
  • Lachen ist für alle Beteiligten beinahe unvermeidlich.
  • Dein Gegenüber hat keinen Druck dir Ratschläge zu geben oder in das „Drama“ mit einzusteigen. Dadurch kann man leicht „unbeteiligter“ Beobachter bleiben und gleichzeitig helfen.
  • Du stellst fest, dass es am Ende doch nicht so schlimm war und du beendest den Tag positiv.

 

Ich wünsch euch viel Freude beim positiv auskotzen wenn mal alles scheiße ist 🙂 Eure Doris

©freudedeslebens Doris Wansch

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