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Liebe schenken durch Metta-Meditation

Liebe schenken, Liebe spüren, Metta-Meditation

Meditation stellt eine überaus ansprechende Methode dar, um mit unseren Gefühlen in Kontakt treten zu können. Weiters hat es auch nachweislich positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Heute möchte ich dir eine meiner Lieblingsmeditationen zum Liebe schenken vorstellen: die Metta-Meditation. Als Erstes also ein paar Punkte, warum ich diese besonders gern verwende und sie fast zu etwas geworden ist, was ich unbewusst täglich mehrmals automatisch mache:

  • Bringt mich immer wieder zurück zu positiven Gedanken und Gefühlen

  • Ich fühle mich besser, habe mehr Energie und entrinne negativen Gedankenspiralen durch eine Neuausrichtung

  • kann ich auch bei Tieren und Pflanzen durchführen

  • Ermöglicht es mir, Vorurteile abzulegen und meinem Gegenüber wertfrei bzw. liebevoll zu begegnen

  • In schwierigen Situtationen ändert sich durch die Veränderung meines Denkens und Fühlens auch die Gesamtsituation

  • kann immer, überall und mit jedem als „Gegenüber“ durchgeführt werden und tut beiden Seiten gut

Die Metta-Meditation stammt aus dem Buddhismus und hat zum Ziel, Liebe und Mitgefühl für uns selbst, Freunde, aber auch für Fremde bis hin zu für uns schwierigen Menschen in uns hervorzurufen. Es handelt sich also um einen Ausdruck des Wunsches, dass alle Lebewesen glücklich und frei von Leiden sind.

Für mich selbst stellt die Metta-Meditation eine sehr schöne Art dar, um mir selbst, aber auch anderen, wohlwollende Gedanken und Gefühle zu übermitteln. Wir schenken Liebe und bereichern unser Leben.

Vorgehen

Die Metta Meditation besteht im Wesentlichen aus folgenden fünf Schritten zum Liebe schenken:

  1. Einstimmung

  2. Sich selbst Liebe und Wünsche schenken

  3. Freunden und nahestehenden Personen Liebe und Wünsche schenken

  4. Neutralen Bekannten oder Fremden wohlwollende Wünsche schenken

  5. Liebe und Güte gegenüber für uns schwierigen Menschen

Es müssen nicht alle Schritte auf einmal durchgeführt werden. Starte am besten mit dir selbst, Freunden oder Familienmitgliedern. Zu den Folgeschritten solltest du erst dann übergehen, wenn sich diese richtig anfühlen. Wie immer also wichtig: in Ruhe und ohne sich selbst zu stressen – immer im eigenen Tempo.

Einstimmung

Anmerkung: Da das Thema Meditation ein eigener Beitrag wäre, wird an dieser Stelle nur kurz auf die Einstimmung in die Meditation eingegangen. Solltest du wenig bis keine Erfahrung mit Meditation haben, findest du auf Youtube oder auch anderen Internetportalen diverse Anleitungen und auch geführte Meditationen, um sich in diese Thematik im Detail einzuarbeiten.

Wie bei jeder Meditation solltest du einen ruhigen, ungestörten Ort aufsuchen und eine geeignete Körperhaltung, idealerweise aufrecht sitzend, einnehmen. Danach kannst du einfach beginnen, mehrere Male tief ein- und auszuatmen. Du kannst beispielsweise nur deinen Atem beobachten, bis du in einem Zustand angenehmer Entspannung gelangst. Lenk danach deine Aufmerksamkeit auf dein Herzzentrum und rufe dort ein positives Gefühl wie Liebe hervor.

Laut buddhistischer Tradition wird jede Meditation mit der Haltung der Zufluchtnahme begonnen. Dies bedeutet, dass man sich Buddha als Zeugen der Meditation in einer liebevollen Erscheinung im Raum vorstellt. Für unsere Zwecke kannst du diesen Schritt aber auch weglassen, oder Buddha durch eine andere für dich heilige Person, wie beispielsweise Jesus, ersetzen. Wie immer gilt: so wie es sich für dich richtig und stimmig anfühlt. Ich persönlich „überspringe“ diesen Schritt auch manchmal.

Sich selbst Wünsche Liebe schenken

Wende dich nun im ersten Schritt deiner selbst zu und bedenke dich mit positiven Wünschen für dich selbst. Mögliche Wünsche für Sie können sein:

  • „Möge ich glücklich und gesund sein“

  • „Möge ich frei sein“

  • „Möge ich geborgen sein“

  • „Möge ich in Frieden sein“

Diese Wünsche stellen Beispiele dar, solltest du anfangs Probleme haben. Versuch während der Meditation in deinem Inneren eigene Wünsche wahrzunehmen und diese ebenfalls zu verwenden.

Die buddhistische Metta Meditation verwendet Sätze die mit „Möge ich … sein“. Ich persönlich bevorzuge aber eine Formulierung, als wäre das gewünschte bereits für mich eingetreten: „Ich bin glücklich und gesund“, „Ich bin frei“,…

Freunden und nahestehenden Personen Liebe schenken

Nachdem du dich selbst mit wohlwollenden Gedanken und Gefühlen beschenkt hast, wendest du in einem nächsten Schritt das gleiche Vorgehen auf Freunde oder dir nahestehende Personen an.

Ich selbst stelle mir an dieser Stelle gerne vor, direkt neben der Person zu sitzen, welche ich mit meinem Wünschen bedenke und das jeder wohlwollende Wunsch aus meinem Herzzentrum zu der anderen Person „hinüber fließt“. Wichtig für mich ist dabei, dass ich das Annehmen des Gegenübers nicht erzwinge. Habe ich also aus irgendeinem Grund ein das Gefühl, dass der Gegenüber dies (zur Zeit) nicht annehmen möchte oder kann, beende ich die Wünsche an dieser Stelle und widme mich einer anderen Person.

Wichtig: Bitte gehe mit deinen Wünschen und Gebeten anderen gegenüber unbedingt achtsam um! Deine Wünsche sollten immer dem Wohle und den Wertvorstellungen deines Gegenübers entsprechen und nicht deiner eigenen.

Neutralen Bekannten oder Fremden Liebe schenken

Führ als Nächstes das gleiche Prinzip mit neutralen Personen durch. Solltest du hierfür Gründe benötigen, möchte ich dir hier einige meiner Gründe zur Verfügung stellen: Denke daran, dass die Metta Meditation, nicht nur ein Akt des Gebens ist, sondern auch in dir etwas zum Positiven verändert. Weiters speist du mit deinen positiven Wünschen das Feld um dich herum und trägst dadurch einen kleinen Anteil zu mehr Zufriedenheit in der Gesellschaft und der Welt bei. Denkst und fühlst du positives, strahlst du dies auch aus und dies bemerken deine Mitmenschen!

Ich persönlich wende die Metta Meditation auch gerne an, wenn ich in größeren Menschenmengen unterwegs bin. Ich mache dies allerdings nur, wenn sich dies stimmig anfühlt und ich in mir wirklich den Wunsch trage, anderen in diesem Moment auch etwas Gutes tun zu wollen. Mittlerweile führt dies dazu, dass ich häufig, vermeintlich ohne Grund, plötzlich mit einem Lächeln oder einem Gruß beschenkt werde, was natürlich auch mich selbst noch glücklicher macht.

Güte und Liebe schenken für uns schwierige Menschen

Dieser Schritt ist in vielen Fällen erst nach einiger Übung möglich und sollte nur ausgeführt werden, wenn du dies von Herzen für die andere Person wünschen kannst und bereit sind, dieser zu Vergeben. In der traditionellen Metta Meditation gehst du dabei folgendermaßen vor:

  • Verharre in deinem Herzen und dem positiven Gefühl und rufe anschließend die Situation ins Gedächtnis, welche dich verletzt hat.

  • Verzeih der Person immer wieder, bis es sich stimmig für dich anfühlt. Du kannst dir dabei immer wieder vorstellen, wie du dieser Person „ich verzeihe dir“ sagst.

  • Im Anschluss kannst du dieser Person deine Wünsche übermitteln.

Da ich persönlich in diesem Schritt häufig das Gefühl hatte, ein Verzeihen in mir zu erzwingen und das die nachfolgenden Wünsche nur bedingt von Herzen kamen, wende ich diesen Schritt in abgewandelter Form an.

In solchen Fällen führe ich unabhängig von der Metta-Meditation zuerst immer wieder den Akt des Verzeihens durch und lasse die Verletzung so lange los, bis ich fühle, dass mich die Person bzw. die damalige Situation nicht mehr belastet und ich dieser nun zumindest neutral gegenüberstehe. Erst danach beziehe ich diese Person in die Metta Meditation ein. Somit gehe ich sicher, dass ich mich selbst nicht zu etwas zwinge, wozu ich noch nicht bereit bin. Die Metta Meditation für schwierige Menschen ist für mich meist ein Abschluss eines inneren Heilungsprozesses, sozusagen einem „finalen Loslassen und leb Wohl-Winken“ der damals verletzenden Situation.

Viel Freude beim Liebe schenken!

©freudedeslebens Doris Wansch

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