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Selbstwert und Selbstliebe oder einfach „Ich bin gut!“

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Selbstwert und Selbstliebe

Auch dieser Beitrag beschäftigt sich wieder mit einem Thema, mit dem auch ich von Zeit zu Zeit meine Höhen und Tiefen hatte und welches viele Menschen immer wieder beschäftigt: Selbstwert und Selbstliebe.

Zu Beginn lade ich dich zu einem kleinen Selbstversuch ein. Nimm dir dafür ein paar Minuten nur für dich Zeit – und ja: wir dürfen uns immer wieder ein paar Momente gönnen, die nur uns gehören :).

Wenn du ganz für dich bist, beginnst du am besten mit ein paar tiefen Atemzügen, die du ganz bewusst spürst. Sag dir nun jeden der nachfolgenden Sätze auf dem Bild laut vor und beobachte, was du dabei wahrnimmst (du kannst sie auch gern nur lesen, solltest du doch nicht ganz ungestört sein oder es dir unangenehm ist):

Selbstwert und Selbstliebe

Geschafft? Toll!

Wie ist es dir dabei ergangen?

Hat sich vielleicht etwas an deiner Körperhaltung verändert? Sind irgendwelche Gefühle in dir hochgekommen? Eventuell konntest du bei manchen Sätzen sogar ein Engegefühl im Hals oder Druck an einer anderen Körperstelle spüren? Oder hat sich eine innere Stimme gemeldet, die sich über mich – die Autorin – oder dich geärgert hat?

Falls es dir bei jedem der obigen Sätze gut ging: weiter so (du kannst jetzt gerne aufhören zu lesen 😉 )! Solltest du bei einem der Sätze Probleme gehabt haben, ging es dir wie vielen und ich hoffe du bist motiviert weiter zu lesen.

Wenn Selbstwert und Selbstliebe Themen sind, ist das meiner Meinung nach häufig kein Wunder. Wir werden von Geburt an mit Sätzen wie „Selbstlob stinkt“ konfrontiert. Aus Angst, dass wir uns weh tun könnten, wird unserem natürlichen Experimentierdrang als Kind häufig ein „NEIN“ gegenübergestellt. Vielleicht gab es da auch gar nichts besonders Prägendes und wir machen uns trotzdem selbst klein… Die Hintergründe sind vielfältig, allerdings gibt es auch hier eine gute Nachricht: wir können uns bewusst dazu entscheiden, das zu ändern!

 

Was bringen Selbstwert und Selbstliebe eigentlich?

Bevor ich dir einige Übungen vorstelle, hier noch ein paar (von vielen) Gründen, warum es vielleicht auch für dich Zeit ist, aktiv an deinem Selbstwert und deiner Selbstliebe zu arbeiten:

Hilft glücklicher und zufriedener zu sein

Wie können wir schöne Dinge annehmen, wenn uns eine innere Stimme immer wieder sagt „ich bin es nicht wert?“. Vielleicht bekommst du ja Komplimente (wenn man es nicht schon aufgegeben hat), aber du tust diese sofort ab, weil dich etwas daran hindert, diese anzunehmen?

Häufig fehlt es nicht an schönen Erlebnissen von außen, glücklich und zufrieden zu sein, sondern unser innerer Kritiker / unsere negativen Glaubenssätze in uns sorgen immer wieder dafür, dass wir diese nicht wahrnehmen und annehmen können.

Gibt Selbstvertrauen und Kreativität

Wenn wir uns selbst nicht mehr ständig kleiner machen, beginnen wir auch nach und nach, uns mehr zuzutrauen. Wir beginnen, an uns selbst zu glauben und wagen auch wieder, Neues auszuprobieren.

Lässt uns gütiger mit uns selbst umgehen

Wir alle machen zwischendurch immer mal wieder Fehler. Solange wir daraus lernen und unser Bestes tun, sollten wir uns auch selbst vergeben können. Was passiert ist, können wir nicht mehr ändern, wir können aber dafür sorgen, dass wir es künftig anders machen.

Wir nehmen uns selbst auch wichtig

Ohne schlechtem Gewissen Zeit für sich in Anspruch zu nehmen ist ein großes Geschenk, welches wir alle nutzen sollten. Ein paar Momente für sich selbst zu haben und zu genießen macht uns nicht zum Egoisten und lädt die eigenen Kraftreserven wieder auf.

Wir tun auch unseren Mitmenschen etwas Gutes

Immer wenn sich etwas in uns selbst verändert, bringt dies auch automatisch wieder Bewegung in unser Umfeld. Eine innere Zufriedenheit mit sich selbst wirkt auch auf unsere Mitmenschen.

 

Übungen für Selbstwert und Selbstliebe

Bereit den Selbstversuch zu wagen? Sehr schön!

In diesem Teil des Beitrags stelle ich nun noch ein paar erste Übungen vor, wie du das „Thema“ Selbstwert und Selbstliebe angehen kannst. Wie immer gilt auch hier: aller Anfang ist vielleicht schwer, aber mit Übung wird es besser und es fällt einem bald leichter.

Genauso wie im Sport deine Muskeln etwas Zeit benötigen, um sich aufzubauen und kräftiger zu werden, heißt es auch im Mentaltraining zu Beginn: „am Ball bleiben“. Auch neue Denkmuster benötigen eine Weile (in etwa 30 Tage), bis sie sich halbwegs festigen.

So – nun tatsächlich zu den Übungen!

NEIN“ zur Selbstbeleidigung

Hast du schon einmal beobachtet, wie du über dich selbst sprichst oder denkst? Solltest du jemand sein, dem gerne mal ein „ich bin dumm“, „ich bin ein Versager“,… über die Lippen rutscht oder durch den Kopf geht, kannst du damit anfangen, die Selbstbeleidigungen zu streichen.

Jedes Mal, wenn du lieblos über dich denkst oder sprichst, sagst du bewusst in Gedanken zu dir selbst: „NEIN! Das bin ich nicht!“ und ergänzt anschließend einen positiven Leitsatz wie beispielsweise „Ich bin gut so wie ich bin“.

3 Dinge, die ich an mir mag

Diese Übung sollte täglich durchgeführt werden, dauert aber mit der Zeit nur noch wenige Momente und hat einen großen Effekt, wie wir über uns denken und fühlen.

Nimm dir jeden Tag Zeit, um drei Dinge über dich zu denken und aufzuschreiben, die du an dir magst. Lass auch hier negative Gedanken einfach „weiterziehen“ und konzentriere dich darauf, die drei positiven Dinge zu finden. Du kannst hier natürlich gerne mit einem „Fokusthema“ arbeiten.

Beispiel: „ich bin hässlich“ – Mögliche Gegenfragen können sein: „Gibt es Teile an mir, welche ich schön finde?“, „Ist wirklich alles an mir hässlich?“

Beispiel: „ich bin dumm“ – Mögliche Gegenfragen können sein: „Gibt es Bereiche, in denen ich viel weiß?“

Selbstlob-Journal

Auch beim Selbstlob-Journal geht es darum, dass du deine positiven Handlungen bewusst hervorhebst und somit deinen eigenen Blick auf dich neu bewertest. Nimm dir dafür am Ende jeden Tages ein paar Minuten Zeit, um ein Ereignis des Tages aufzuschreiben, bei dem du zufrieden mit dir warst. Das muss nichts Großes sein – Vielleicht hast du dir selbst mal bewusst etwas Gutes getan, du hast einen Mitmenschen zum Lächeln gebracht, oder auch mal „nein“ zu jemand gesagt, wo du sonst immer „ja“ sagst. Schreib das Ereignis in positiver Form nieder und feiere dich somit für wenige Minuten selbst.

Ein kleiner Tipp: Am besten besorgt du dir einen A6 Notizblock/Büchlein (also ¼ einer A4-Seite) und schreibst jeden Tag eine Seite. Das ist in wenigen Minuten geschafft und hat großen Effekt.

Das Selbstlob Journal kann man auch später lesen, wenn es mal nicht so läuft. In diesem Fall erinnert es uns wieder daran, dass es doch viele gute Seiten an uns gibt.

positive Sätze (=Affirmationen)

Falls du kein Fan vom Aufschreiben bist oder beispielsweise die Zeit im Auto nutzen möchtest, kannst du auch mit Affirmationen arbeiten. Affirmationen sind „positive Leitsätze“, die du dir immer wieder selbst vorsprichst. Optional kannst du sie auch wieder täglich mehrmals aufschreiben oder sie aufnehmen und immer wieder abspielen.

Durch die tägliche Wiederholung versorgst du allmählich dein Unterbewusstsein mit neuen Informationen über dich und erlaubst ihm eine Neubewertung deiner Selbst in Sachen Selbstwert und Selbstliebe. Überlege dir also einige positive Sätze über dich und sage dir diese danach täglich mehrmals vor.

 

 

Du benötigst mehr Unterstützung zum Thema Selbstwert und Selbstliebe? Gerne kannst du mich auch kontaktieren. Auch wenn du gerne über etwas Spezielles im Blog (mehr) lesen möchtest: schick mir einfach deinen Vorschlag als Nachricht und ich versuche zeitnah darauf einzugehen.

Viel Freude auf deinem Weg!

©freudedeslebens Doris Wansch

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